Diagnose und Behandlung lumbaler und zervikaler Diskushernien durch einen Neurochirurgen FMH, an der Clinique La Colline (Hirslanden).
Die Diskushernie entsteht durch Degeneration eines Teils einer Bandscheibe: Ein Teil des Bandscheibenkerns tritt in den Wirbelkanal aus und drückt auf einen Nerv. Diese Kompression verursacht Schmerzen vom Typ «Ischias» (Bein) oder «Zervikobrachialgie» (Arm).
Schmerzen, die das Bein bis zum Fuss hinunterziehen (lumbale Hernie) oder in den Arm (zervikale Hernie), manchmal mit Kribbeln. Bei starker Nervenkompression können Taubheit oder Muskelschwäche auftreten — dann ist eine rasche Konsultation empfohlen.
Die wichtigste Untersuchung ist das MRT der Wirbelsäule — lumbal bei lumbalen Diskushernien oder zervikal bei zervikalen Hernien. Manchmal ist eine Elektroneuromyographie (ENMG) sinnvoll, mit der sich das Ausmass der Beeinträchtigung der Nervenleitung beurteilen lässt.
Wenn die konservative Behandlung versagt hat, kann der Nerv durch eine Operation «befreit» werden, indem der Teil der Bandscheibe reseziert wird, der den Nerv komprimiert. Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose in mikrochirurgischer Technik unter dem Mikroskop, um so wenig invasiv wie möglich zu sein.
Die Operation der Diskushernie erfolgt über einen sehr kleinen Hautschnitt am Rücken. Der Eingriff wird unter dem Mikroskop durchgeführt, was eine perfekte Identifikation der Nervenstrukturen und vor allem der Beziehung zwischen der Diskushernie und dem eingeklemmten Nerv ermöglicht. Manchmal haften die Bandscheibenfragmente an der Nervenwurzel und müssen sehr behutsam gelöst werden. Wenn die Hernie schon lange besteht, können die den Nerv komprimierenden Fragmente zudem sehr hart und teilweise verkalkt sein — daher die Bedeutung einer chirurgischen Resektion, um sicherzustellen, dass die Nervenwurzel unter dem Mikroskop vollständig dargestellt und vollständig befreit wurde.
Als Richtwert bei einer einfachen lumbalen Diskushernie: 4-5 Tage Spitalaufenthalt in der Clinique La Colline (Hirslanden), Fadenentfernung am 10. Tag in der Praxis, 4 bis 6 Wochen Arbeitsunfähigkeit, Physiotherapie ab 6 Wochen. Sehen Sie den vollständigen Ablauf Ihrer Behandlung.
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Oft ja: Die meisten Diskushernien bessern sich unter konservativer Behandlung. Eine Operation wird nur vorgeschlagen, wenn diese versagt hat oder bei neurologischem Defizit.
Wie jede Operation birgt sie Risiken, die in der Konsultation ausführlich besprochen werden. Die mikrochirurgische Technik unter dem Mikroskop hält den Eingriff so wenig invasiv wie möglich.
Die Konsultationen finden auf Deutsch, Französisch oder Englisch statt. Für einen Termin erreichen Sie uns am einfachsten telefonisch. Unser Sekretariat ist Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar; Samstag und Sonntag über die Notfallstation der Clinique La Colline (Hirslanden).